Kinderarmut bleibt weiterhin hoch in Moabit und Teilen Weddings

Trotz der guten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt und dem Rückgang der Arbeitslosigkeit bleiben zahlreiche Personen in Moabit und Wedding abhängig von Soziallleistungen. Der Wirtschaftsaufschwung kommt nicht bei allen Menschen vor Ort gleichermaßen an.

Insbesondere Kinder leiden unter der Armut ihrer Eltern, da sie am wenigsten dagegen etwas unternehmen können. Ich habe den Senat mit zwei schriftlichen Anfragen (vom 12.10.2017 & vom 26.01.2018) gefragt, wie sich die Situation in meinem Wahlkreis in Moabit und im Brüsseler Kiez entwickelt hat.

Die Zahlen bleiben weiterhin hoch! Insbesondere in Moabit West, wo die Kinderarmutsquote bei 68% liegt. Wenn mehr als die Hälfte der Kinder vor Ort zusätzliche finanzielle Unterstützung vom Staat bekommt, um ein Leben im finanziellen Mindeststandard führen zu können, hat das nicht nur auf die kindliche Entwicklung unmittelbare Auswirkungen, sondern auch auf die gesamte Nachbarschaft und das soziale Umfeld.

Seit Jahren ist die Armutsquote im Westen Moabits sehr hoch, was sich durch die ansteigenden Mieten weiter verschärft. Der Senat hat bereits vor einigen Jahren zahlreiche Programme zur Armutsbekämpfung, deren Wirkung vor dem Hintergrund der Zahlen kritisch hinterfragt werden müssen. Mit der Einrichtung der Landeskommission gegen Kinderarmut wird nun ein Schritt in die richtige Richtung gegangen. Je schneller hier Ergebnisse vorliegen, desto besser für die Kinder. Neue Maßnahmen gegen Kinderarmut müssen direkt bei den Betroffenen ankommen! Ebenso muss in Zukunft stärker denn je gewährleistet sein, dass das Hilfemanagement sich nicht um sich selbst dreht, sondern es sollte regelmäßig auf seine Wirkung überprüft werden.

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